Schwippbogen aus dem Erzgebirge - Schwippbögen

 
 

Die verschiedenen Arten und Sorten zeigen die Kreativität und Vielfältigkeit der erzgebirgischen Handwerkskunst sehr deutlich. Die Geschichte des Schwippbogens lässt sich bis weit ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen und hat im Laufe der Zeit verschiedene Arten und Sorten der beliebten erzgebirgischen Handwerkskunst hervorgebracht. Daher gibt es heutzutage Doppelschwippbögen, beleuchtete Schwibbögen und die sogenannten Laubsägearbeiten. Letztere zeichnen sich dadurch aus, dass die Motive anhand eines vorgezeichneten Musters in das Holz eingesägt werden.


Dies erfordert natürlich viel Fingerspitzengefühl und Routine bei der Herstellung dieser populären Schwippbogenart. Die sogenannte Lichterspitze ist eine ganz spezielle Art des Schwibbogens. Wie es der Name bereits andeutet, besitzt der Rahmen die Form eines Dreieckes und hat somit anstatt eines Bogens eine Spitze. Es gibt sogar einige Exemplare, welche die Form eines Weihnachtsbaums besitzen in dessen Mitte Maria und Josef nebst Jesuskind und Krippe zu sehen sind.


Die Beleuchtung spielt bei dem Schwippbogen generell eine ganz besondere Rolle. In der Regel werden Lichter in Form von Kerzen an der Außenseite des Schwippbogens in gleichmäßigen Abständen angebracht.

Diese Schwipbogen Sorte wird auch Lichterbogen genannt und erzeugt durch die Beleuchtung eine ganz besondere Atmosphäre. Heutzutage werden neben Wachskerzen auch elektrische verwendet. Beim beliebten Doppelschwibbogen können Lichter auch zwischen den doppelten Schwibbogenelementen positioniert werden. Dadurch wird ein indirektes Licht erzeugt, welches die Wirkung des Schwibbogens noch weiter verstärkt.


Die einzelnen Motive spielen bei den unterschiedlichen Schwibbogen Arten ebenfalls eine sehr wichtige Rolle. Neben Winterlandschaften und berühmten Gebäuden (z.B. Dresdener Frauenkirche) gehören Elemente aus der Weihnachtsgeschichte zu den beliebtesten Motiven. Traditionelle Schwibbögen zeigen hingegen traditionelle Berufe aus dem Erzgebirge. Dazu gehört vor allem der Bergmann, der die Region wie keine zweite Figur geprägt hat. Schließlich wird dort seit vielen Jahrhunderten das begehrte Erz abgebaut und verarbeitet. Zahlreiche Schwippbogen Exemplare zeigen neben dem Bergmann auch Klöppler, Kunsthandwerker oder Schnitzer.

Der Schwippbogen ist ein sehr gutes Beispiel für die ausgezeichnete Handwerks- und Volkskunst im Erzgebirge.